Rotel Tours Reiseblog

Mit Rotel Tours in Afrika – Kultur hautnah

Bei unseren vielen großartigen Afrika – Reisen tauchen wir ein in grandiose Landschaften, wir bestaunen vielfältige Tier- und Pflanzenwelten und besuchen riesige Metropolen, historische Städtchen und quirlige Dörfer mit bunten lebendigen Märkten.
Mit großem Respekt begegnen wir darüber hinaus den vielen interessanten und faszinierenden Kulturen.

von Katrin Haas, Rotel Tours-Reiseleiterin

Massai

Die Massai, Maasai, Maassai oder Masai sind eine ostafrikanische Volksgruppe, ein nomadisch lebendes Hirtenvolk in den weiten Ebenen im Süden Kenias sowie im Norden Tansanias. Die vergleichsweise kleine Bevölkerungsgruppe der Massai hat ihre auffallenden Kleidung und weitgehend halbnomadische Lebensweise beibehalten. Ihre Wohngebiete liegen nahe den Nationalparks.

Mit Rotel Tours unterwegs in Afrika

Bei den Massai

Mit Rotel Tours unterwegs in Afrika

Bei den Massai

Mit Rotel Tours unterwegs in Afrika

Bei den Massai

Mit Rotel Tours unterwegs in Afrika

Bei den Massai

Sprichwort der Massai
„Wer auf die Stimme des Älteren hört, ist wie ein starker Baum, wer seine Ohren abdeckt, ist wie ein Ast im Wind.“

Literaturtipp:
Norbert Tychsen mit Sainepunyie Ole Tajeu, GEHEIMNISVOLLE WELT DER MASSAI
Durch eine Urlaubsreise nach Afrika – nach Kenia – vor fast zwei Jahrzehnten entstand Kontakt zu den Menschen aus dem Stamme der Massai. Inzwischen ist Norbert Tychsen viele Male in Ostafrika gewesen und hat enge Freundschaft geschlossen mit traditionellen Massai, die in Luftlinie etwa 60 km nördlich des Kilimanjaro am Rande des riesigen Wildschutzgebietes Tsavo-West siedeln. Er gilt als Mitglied einer dort ansässigen Sippe und ist ganz besonders befreundet mit Sainepunyie Ole Tajeu, dessen mündliche Berichte in das Manuskript eingeflossen sind.
Norbert Tychsen erzählt von seinen vielfältigen Erlebnissen und Eindrücken, von Natur und Landschaft, vom Alltagsleben der Massai, das sich wie so vieles in Afrika im Umbruch befindet. Viele alte Traditionen werden bald verschwunden sein, überall hin dringt westlicher Einfluss. Der Staat lenkt vieles. Sainepunyie Ole Tajeu saß deswegen unter unmenschlichen Bedingungen sogar im Gefängnis.
Sein deutscher Freund Norbert Tychsen hat stets die Massai sehr bewusst geachtet. Allerdings lehnt er unvernünftige Bräuche wie die Beschneidung von Mädchen nachdrücklich ab.
Aus den Erzählungen der beiden so unterschiedlichen Freunde ergibt sich ein sehr informatives, lebhaftes Bild der noch immer geheimnisvollen Welt der Massai.

Himba

Das Hirtenvolk der Himba ist ein kulturell von den Hereros zu unterscheidendes Volk im Norden Namibias und im Süden Angolas. Die Bezeichnung Himba betont keine ethnische Unterscheidung, sondern eine soziokulturelle. Die etwa 16. 000 Himba gehören zur Sprachfamilie der Bantu. Sie gelten als letztes (halb-)nomadisches Volk Namibias, wo sie heute noch fast unberührt in einer sich stark verändernden Umwelt in extrem einfachen Verhältnissen, vor allem im Kaokoland, leben.

Sprichwort der Himba
„Ohne Rinder ist man nichts.“

Literaturtipp:
Giselher W. Hoffmann, SCHATTENJÄGER
Am Ufer des Kunene, dem Grenzfluss zwischen Namibia und Angola, verliebt sich der Häuptlingssohn Kondjoura in das Himbamädchen Tjizire. Um sie zu seiner Frau machen zu können, braucht er die Zustimmung ihres Vaters. Dieser hat den alten Traditionen längst abgeschworen und will keine Rinder als Preis für seine Tochter, sondern Geld. So verlässt Kondjura die vertraute Welt der Himba, gerät in die Fänge von Betrügern und begegnet dem jungen Patrick Hillmann, der ebenso wie er für die Liebe kämpfen muss.
Giselher W. Hoffmann erzählt zwei Liebesgeschichten, die mitten hineinführen in die Konflikte zwischen Weiß und Schwarz, Lebensgeschichten zwischen Tradition und Moderne.

Margaret Jacobsohn, HIMBA – DIE NOMADEN NAMIBIAS
Das unmittelbare Erlebte und die Integrität von Margaret Jacobsohns Berichterstattung, verbunden mit den herrlichen Farbabbildungen der Pickfords, ergeben zusammen eine bisher einmalige Darstellung der „Ockermenschen der trockenen Flussbetten“.

Chewa

Die Chewa sind ein Bantu-Volk, das vor allem in der südlichen Hälfte von Malawi lebt. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich weiter in den Osten von Sambia und über Mosambik bis nach Simbabwe. Die Chewa bilden die größte Volksgruppe in Malawi.
Die Nyau sind ein Geheimbund der Chewa, der ausschließlich aus Männern besteht, die zuvor in einem Ritus in die Geheimnisse des Nyau-Bundes eingeführt, also initiiert, werden müssen.
Die Nyau praktizieren eine ganz spezielle Kultur, nämlich Maskentänze,  „Gule Wamkulu“, die es nur in Malawi, Mosambik und Sambia gibt. Auf unserer Reise „ Quer durch Afrika “ treffen wir immer wieder auf diese geheimnisvollen Tänze.
Heilig, bunt und geheimnisvoll – in der Kultur von Afrika sind Masken mehr als Maskerade. Hinter einer Maske verschwimmt die Grenze zwischen Wirklichkeit und Illusion. Aus Menschen werden Geister, Tote erwachen zum Leben. Der Maskierte spricht plötzlich mit fremder Stimme und bewegt sich anders. Er spielt keine Rolle, sondern er lebt sie.

Aber was ist und bedeutet „GULE WAMKULU“?
Gule Wamkulu (großer Tanz) ist der größte, bekannteste und längste Tanz der Nyau und wird auch pemphero lathu lalikulu la mizimu (unser großes Gebet an die Verstorbenen) oder gulu la anamwaliri (Tanz der Verstorbenen) genannt. Dieser Tanz ist eine Huldigung der Toten. Er findet zu Gedenkfeiern für Häuptlinge und ähnlich wichtigen Verstorbenen statt, zum Teil aber auch zur Beerdigungen von Nyau-Mitgliedern.
Da es sehr kostspielig ist, viele Tänzer zu versorgen und Masken und Tierfiguren herstellen zulassen, kommt es häufig vor, dass sich mehrere Dörfer zusammenschließen und den Gule Wamkulu gemeinsam feiern. Meist findet „ der große Tanz nach der Ernte und kurz vor Regenzeit statt (etwa August bis November). Der Gule Wamkulu ist insofern besonders, da diesem Tanz eine religiöse Signifikanz beigemessen wird. Die zwar auch für die normalen Tänze gilt, hier aber besonders zur Geltung kommt. Die Tänze finden an drei aufeinander folgenden Nächten statt, aber auch tagsüber laufen einige Nyau maskiert durch das Dorf. Dabei erschrecken sie die dortigen Bewohner, insbesondere Frauen oder spielen mit den Kindern und singen mit den Frauen, je nachdem welchen Charakter oder welches Tier sie verkörpern.

Seit 2005 gehört Gule Wamkulu zum immateriellen Erbes der Menschheit (UNESCO).

Literaturtipp (leider nur in englischer Sprache erhältlich, aber hochinteressant):
Claude Boucher Chisales, WHEN ANIMALS SING AND SPIRITS DANCE
When Animals Sing and Spirits Dance is Claude Boucher Chisales account of his forty years encounter with Gule Wamkulu, the Great Dance of the Chewa people of Malawi. In the book Boucher describes more than two hundred characters, grouped into seven major themes.

Bouchers Lieblingslegende ist ein Schöpfungsmythos der Yao:
Als Gott die Tierwelt schuf, ist das Chamäleon das erste und wichtigste aller Tiere gewesen. Dieses Chamäleon war Fischer. Als es im Fluss fischte, gingen ihm eines Tages winzig klein der erste Mann und die erste Frau ins Netz. Ratlos wandte sich das Chamäleon an Gott: Was soll ich mit den seltsamen Geschöpfen tun? Gott sagte: Es liegt bei dir. Aber du sollst wissen: wenn du sie freilässt werden sie alles zerstören. Das Chamäleon beschloss, Mann und Frau trotzdem freizugeben. Die beiden wuchsen heran und kaum hatten sie ihre volle Größe erreicht, machten sie Feuer, töteten Tiere und versuchten, das Universum zu beherrschen.

Mit Rotel Tours unterwegs in Afrika

Chamäleon

 

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